top of page

Der langsame Tod der Deutschen Gastwirtschaften - Aktive Sterbehilfe von Staat und EU

Writer: Stephan Busch
Stephan Busch
Mar 2, 2018
8 min read

In Deutschland machen immer mehr Gasthäuser zu. Einige machen maximal noch einen Tag die Woche auf. Oft wird überhaupt nur noch für Veranstaltungen aufgemacht. Es lohnt sich einfach nicht mehr. Die Kosten sind zu hoch und die Gäste werden immer weniger. Warum?

35.000 Schankwirtschaften haben in Deutschland seit 1994 Ihre Türen für immer zu gemacht. Wo es sonst normal war zum Kaffeetrinken zu gehen, die Mittagspause dazu zu nutzen das Tagesgericht zu bestellen oder das Feierabend Bier mit Kollegen und Freunden in der Kneipe zu trinken können es sich heute immer weniger Menschen erlauben ihr Geld dafür auszugeben.

Von den mehr als 70.000 Schankwirtschaften, die das Statistische Bundesamt noch im Jahr 1994 verzeichnete, gibt es heute nicht einmal mehr die Hälfte.

Beim Deutschen Hotel- und Gaststättenverband in Hessen, wird bis 2020 noch einmal mit einem Rückgang um 40 Prozent gerechnet

(Statistisches Bundesamt / FAZ 1.05.2015)

Warum ?

„Junger Wirt übernimmt Dorfkneipe“ war der eigentlich harmlose Titel eines Artikels im Spiegel vom 16.02.2018. Es beschreibt mehr den Niedergang der laendlichen und kleinen Gastronomie lässt allerdings bei der Suche nach den Gründen erheblich zu wünschen übrig. Als Gründe im Artikel werden nur die auseifernde Bürokratie - bestimmt auch zu recht- und die Preispolitik der Brauereien aufgeführt. Das lässt entweder auf schlechte Recherche schließen, auf absichtliches Verschweigen oder den Umstand das hier jemand einfach nur unqualifiziert einen oberflächlichen Artikel schreiben wollte. Das ist gelungen.

Es geht in Wahrheit allerdings sehr viel tiefer. Der Niedergang der Gastronomie und besonderes der Niedergang außerhalb der Großstädte ist eine direkte Folge vieler Faktoren - der Politik und der massiven Vorteile die Groß Konzernen eingeräumt werden. Dazu kommt noch die staatlich geförderte Konkurrenz von non Profit Gastronomie.

Die schwerwiegenden Gründe

Gaeste die nicht mehr kommen können

Massive Steuerliche Nachteile durch Deutsche und EU Gesetze

Unfaire Konkurrenz durch Firmen und Institutionen die keine oder fast keine Abgaben zahlen müssen

Sind Gaststätten einfach nicht innovativ und anpassungsfähig?

Antworten auf viele Fragen gibt es in den öffentlichen Fakten und Statistiken der Bundesrepublik Deutschland und Regierungstreuen und nahen Organisationen.

Nach dem 2. Weltkrieg und besonders zwischen 1950 und 1994 stieg die Zahl der Gastaetten in Deutschland was ein sicheres Anzeichen für Wohlstand der Mittel- und Unteren Schichten der Gesellschaft ist. Danach aber ging es nur noch steil bergab und bis heute sind über 30.000 Betriebe bankrott.

Jeder muss sich seine eigene Meinung bilden aber vieleicht haben die folgenden Fakten sehr dazu beigetragen das es mit dem traditionellen Gasthaus bergab geht.

Gaeste die nicht mehr kommen können

Es sind ein paar Millionen Gäste die heute nicht mehr kommen können und die immer wieder in Statistiken und Berichten erwähnt werden. Erschreckend ist das die meisten nicht mehr kommen können auch wenn sie es wollten.

Ein Grund – Altersarmut - war bis vor noch nicht all zu langer Zeit undenkbar in Deutschland. Rentner waren oft und gern gesehene Gäste in Gastwirtschaften. Sie haben Ihr Leben lang gearbeitet, in alle sozialen Kassen eingezahlt, Geld an die Seite gelegt aber viele können heute von Ihrer Rente nicht mehr leben. Seit 1994 sind die „Tafel“ eine Organisation die Lebensmittel an Bedürftige verteilt von 7 Tafeln ( 1994) auf über 900 Tafeln in Deutschland gestiegen. Traurig fuer ein reiches land wie Deutschland das sich als "Export Weltmeister" feiert aber die eigene Bevoelkerung nicht mehr ernaehren kann.

( Quelle: ww.tafel.de)

Die Zahl der von Armut oder Ausgrenzung bedrohten älteren Menschen in Deutschland ist in den vergangenen Jahren auf fast sechs Millionen gestiegen.

(Daten des Europäischen Statistikamts FAZ 8.02.2017)

Dazu muss man noch die juengeren zaehlen die auch unter der Armutsgrenze leben. Davon leben 860.000 als Obdachlose ohne Bleibe.

Für die kommenden Jahre erwartet die BAG W sogar eine weitere Zunahme der Zahl an Wohnungslosen: Von 2017 bis 2018 rechnet die Arbeitsgemeinschaft mit einem Zuwachs von weiteren rund 350.000 Menschen; insgesamt gäbe es dann circa 1,2 Millionen wohnungslose Menschen in Deutschland.

"Aber die wesentlichen Ursachen für Wohnungsnot und Wohnungslosigkeit liegen in einer seit Jahrzehnten verfehlten Wohnungspolitik in Deutschland, in Verbindung mit der unzureichenden Armutsbekämpfung."

(BAG W Geschaeftsfuehrer Specht. 14.11.2017 ZON)

Lt. EU-SILC 2012 und Pressemitteilung Nr. 361 vom 25.10.2013 des Statistischen Bundesamts leben in Deutschland 13 Mio. Menschen (16,1%) unter der Armutsgrenze

(EU-SILC 2012 Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 361)

Dazu kommen die Menschen die im Niedriglohnsektor arbeiten also nicht mal genug verdienen um normal zu leben.

Mittlerweile verdient jeder fünfte Beschäftigte in Deutschland weniger als zehn Euro in der Stunde. Das sind in Zahlen 8,4 Millionen Menschen.

(Zahlen Arbeitsministerium,11. Dezember 2016, Quelle: ZEIT)

Dann haben wir noch

18,6 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund die sich verständlicherweise nicht unbedingt von einem Deutschen Gasthaus angezogen fühlen.

(Zahlen Quelle: Welt Wirtschaft Welt am Sonntag - Daniel Eckert 23.10.2017)

Laut dem Bundesamt für Migration kommen dazu 1,5 Millionen Menschen die ohne legalen Status sich in Deutschland aufhalten und damit nicht arbeiten und verdienen können.

„In Deutschland lebten zum Stichtag 30. April 2016--- 1.529.784 aufhältige Ausländer mit Bezug zum Asylverfahren, das heißt aktuell laufendes Asylverfahren oder bereits abgeschlossenes Asylverfahren.“

(Bundesamt fuer Migration & Fluechtlinge)

Nach Schätzungen der Migrationsforscherin Dita Vogel von der Universität Bremen befanden sich 2014 zwischen 180.000 und 520.000 „irregulär aufhältige“ Ausländer in Deutschland.Zu diesem Ergebnis kommen Vogel und ihre Forschungskollegen des Clandestino-Projekts durch Berechnungen auf Grundlage der Polizeilichen Kriminalstatistik. Auch das BAMF verwendet Zahlen der Forscher.

(Bundesamt fuer Migration und Fluechtige / Marcel Leubecher 08.06.2016 Welt Wirtschaft – Welt am Sonntag)

Nach Auskunft nur der Deutschen Behörden und der Statistiken sind das zusammen 40 Millionen Menschen die sich keinen noch so günstigen Gastronomiebesuch leisten können oder wollen. Bei 82 Millionen Einwohnern die Deutschland hat wären das fast 50% .Die Hälfte Deutschlands kann gar nicht mehr ins Gasthaus kommen! Das gab es noch nie. Wenn man dann Analysen von Forschern liest die behaupten das das Internet allein schuld am Gasthaus sterben ist kling das wie Hohn.

Von Staat und EU geförderte Steuerhinterziehung von Groß Konzernen drängen Gastwirtschaften zusätzlich in den Ruin.

Eine Gastwirtschaft und jedes Restaurant müssen in Deutschland neben allen anderen Steuern und Abgaben 19% Umsatzsteuer zahlen. Das ist viel wenn man die steigenden Preise für Produkte in den letzten Jahren bedenkt und man kann das nicht mehr komplett auf die Rechnung des Gastes setzen wenn man attraktiv bleiben will. Kaum jemand kann oder will 12 Euro für ein Bier bezahlen.

Somit verringert sich für den Betreiber der Gastwirtschaft wieder der Profit. Bei den steigenden Preisen und den stagnierenden Einkommen und wachsenden Niedriglohnsektor bei sinkenden Gaestezahlen kommt man schnell in die negativen Zahlen. Die Steuerbelastung gesamt für eine Gaststätte beläuft sich auf um die 30% Prozent

Das geht allen so? Nein! Es gibt Staatlich und EU geregelt die Möglichkeit die Steuern fast gar nicht zu zahlen. Aber nur für Groß Konzerne die sich international die richtigen Anwälte, Politiker und Lobbyisten leisten können. Die Gastwirtschaft muss weiter bis zu 30% Prozent zahlen und ist somit einem absolut unfairen Wettbewerb ausgesetzt den sie nur verlieren kann.

Besonders Fast Food und Coffeeshops sind eine billig Konkurrenz wie sie heute in jeder Kleinstadt anzutreffen sind. Diese investieren Millionen in Werbung, PR und Ausstattung und sind damit attraktiv für alle Altersgruppen aber die besondere Zielgruppe sind junge Leute. Sie können sich die Werbung leisten da sie fast keine Steuern zahlen müssen.

Die Gastwirtschaft zahlt bis zu 30% Steuern.

MacDonalds zahlt um die 2 % Steuern

Starbucks zahlt 0 – 1 % Steuern

McDonald’s soll Gewinne in Frankreich nach Luxemburg verschoben haben. Es geht um 75 Millionen Euro jährlich. Auch die EU-Kommission leitete ein Verfahren gegen McDonald’s ein, da der Konzern sowohl in Luxemburg als auch in den USA „praktisch keine Körperschaftssteuern auf seine Gewinne gezahlt hat“.

STARBUCKS – Null (0) Euro Steuern? Für die US-Kaffeehauskette Starbucks ist das die angenehme Realität. Laut einem Bericht des Handelsblatts hat der Konzern seit 2002 in Deutschland und seit 2004 in Frankreich noch nie Ertragssteuern gezahlt.

(Kontrast Redaktion - Veröffentlicht am 2. März 2017)

Dabei ist zu bedenken das im Gegensatz zu der klassischen Gaststätte Fastfoodketten wie MacDonalds riesige Müll mengen – Plastik, Papier, Kunststoffe - ohne ende produzieren was den Steuerzahler Geld kostet und – laut offizieller Gerichtsbestaetigung – Speisen auf niedrigstem Qualitäts Niveau herstellt. Auch für den Arbeitsmarkt sind diese somit staatlich geförderten Unternehmen schädlich da auch sie nur im Niedriglohnsektor, per Stunde oder Zeitvertrag einstellen.

Hier geht es nur um die Gastwirtschaften aber dieses Model ist normal und vom Staat und der EU gefördert. Daimler zahlt keine Steuern in Deutschland, BMW zahlt Steuern nur in Belgien – nicht in Deutschland – obwohl dort nicht ein einziges Fahrzeug produziert wird. Apple hat 13 Milliarden an Steuern nicht bezahlt und wird es auch nicht müssen. Die Liste ist lang! Wie soll der Deutsche Gastwirt damit konkurrieren?

(Quellen: Johann-Günther König: "Alle Macht den Konzernen" (1999). Hans-Peter Martin und Harald Schumann: "Die Globalisierungsfalle" (1998).

Unfaire Konkurrenz durch Firmen und Institutionen die keine oder fast keine Abgaben zahlen müssen

Ungleiche Wettbewerbsbedingungen, wie z. B. die steuerfreie Bewirtung in vielen Vereinsheimen, machen einen rentablen Betrieb, besonders in ländlichen Gegenden ohne Tourismus, schwierig. Dazu kommen sozial Projekte die wohl gut gemeint sind aber Kaffees sponsorn bei denen der Staat - von Steuergeldern - die Miete, Gehaelter und andere Kosten zahlt. Dazu kommen Shopping Malls oder Grossunternehmen wie IKEA die Restaurants zu absoluten billig Preisen anbieten um die Leute in den Einkaufszentren zu halten. IKEA zahlt alle Steuern? Nein - IKEA zahlt auch nur einen Witzbetrag da sie die selben EU Regeln nutzen.

Darüber hinaus machen der Bevölkerungsrückgang auf dem Land, die zunehmende Mobilität, ein geändertes Freizeitverhalten und eine stark veränderte Arbeitswelt den Wirtshäusern zunehmend zu schaffen. Stammtische und regelmäßige Treffen in der Wirtschaft werden kaum noch zum gemeinsamen Austausch genutzt. Kommunikation findet heute vermehrt in den eigenen vier Wänden und über diverse Social-Media-Kanäle statt.

Markt & Trend 16.04 2013

Sind Gaststaetten einfach nicht innovativ und anpassungsfähig?

Müssen Gastaetten innovativ sein? Ja – aber ein gutes Geschaeftsmodel muss man nicht von Grund auf ändern. Man muss es anpassen, instand halten und renovieren aber sonst ist es wichtig es zu bewahren. Deutsche Gasthäuser machen für die Deutsche Bevölkerung und internationale Gäste Sinn. Aber eine Gastwirtschaft die ums überleben kämpft – gegen die Pleite und das nicht von 9 – 5 Uhr sondern bis zu 18 Stunden am Tag an allen Feiertagen und Wochenenden– kann nicht mehr innovativ sein. Viele der jungen Leute die Gastwirtschaften übernehmen haben tolle Ideen , sind voller Energie und wollen einen Unterschied machen. Aber wenn sie auch noch gegen unfaire Wettbewerbsvorteile wie Steuerhinterziehung und Demoskopische Nachteile und Behörden kämpfen müssen bleibt die Wahl nur zu überleben oder aufzugeben. Gewinnen ist keine Option mehr – und das ist nicht die Schuld des Gastwirts. Innovation bleibt – leider auch Staats und EU gehindert – ein Traum den sie gerne leben würden – aber nicht dürfen.

Das Gasthaus um die Ecke braucht sie!

Der langsame Tod der Gast Häuser wird sich vielleicht schwer aufhalten lassen und vielleicht- wenn wir Pech haben - nur noch für Touristen überleben. Kein schöner Gedanke das wir vielleicht in der Zukunft in ein Kaufhaus gehen müssen oder zu MacDonalds um eine warme Mahlzeit zu bekommen. Doch hilft es nicht all die Nachteile zu beklagen. Man muss sie erkennen und auch öffentlich erwähnen. Es gibt immer einen Weg trotzdem erfolgreich zu sein wie sie Ihn einige Gasthäuser erfolgreich beschreiten. Es gibt erfolgreiche Gastwirtschaften die sieben Tage die Woche auf haben, Profit machen und damit Leben und Erfolg in die ländlichen Regionen bringen. Wenige – aber von diesen wenigen können wir – sollen wir - lernen. Steuerhinterziehung wie von Groß Unternehmen praktiziert und von der Politik unterstützt sind keine Alternative für kleine Gaststätten. Was dort straffrei praktiziert wird würde bei jedem Gastwirt streng bestraft werden. Wahrscheinlich würden wir uns auch nicht wohl fühlen können wenn wir uns auf ein so niedriges Niveau begeben würden.

Wenn sie nächstes mal abends weggehen denken sie dran : Das Gasthaus um die Ecke braucht sie!

Comments


© 2017 by Stephan Busch

Screenshot 2026-07-25 at 16.37.17.png

Training & Lecture Catalogue

Trainings- und Vortragskatalog

It´s Just Hotel Service  ·  Stephan Busch

Hotels  ·  Restaurants & Catering  ·  Cruise Ships  ·  Clubs  ·  Universities

hotelservicemore.com

About this catalogue / Über diesen Katalog

EN — This catalogue presents practical trainings and lectures for hospitality and cruise companies, as well as universities and schools. The programmes combine field-tested operational know-how (hotel openings, fine-dining service, cruise hotel operations, club management) with the skills the market demands in 2026: guest-experience excellence, emotional intelligence, service recovery, AI and digital fluency, leadership and staff retention. All formats are available as group trainings, workshops, one-on-one coaching, and keynote lectures, and can be tailored to each client.

DE — Dieser Katalog präsentiert praxisnahe Trainings und Vorträge für Hotellerie- und Kreuzfahrtunternehmen sowie Universitäten und Schulen. Die Programme verbinden praxiserprobtes operatives Know-how (Hoteneröffnungen, Fine-Dining-Service, Hotelbetrieb auf Kreuzfahrtschiffen, Clubmanagement) mit den Kompetenzen, die der Markt 2026 verlangt: exzellente Gästeerfahrung, emotionale Intelligenz, Beschwerdemanagement, KI- und Digitalkompetenz, Führung und Mitarbeiterbindung. Alle Formate sind als Gruppentrainings, Workshops, Eins-zu-eins-Coaching und Keynote-Vorträge verfügbar und individuell anpassbar.

I. Service & Guest-Experience Trainings

I. Service- und Gästeerlebnis-Trainings

1.  The Art of Anticipation: Five-Star Service Beyond the Standard

DE:  Die Kunst der Antizipation: Fünf-Sterne-Service jenseits des Standards

Format: Group training / workshop

Audience / Zielgruppe: Front-of-house, F&B and front-desk staff in hotels, fine dining and cruise

Suggested duration / Dauer: 1–2 days

EN — Teaches staff to read guests and anticipate needs before they are voiced — the difference between correct service and memorable hospitality. Covers observation, timing, body language, personalised touches and the discreet luxury of being one step ahead.

DE — Vermittelt dem Personal, Gäste zu lesen und Bedürfnisse vorwegzunehmen, bevor sie geäußert werden — der Unterschied zwischen korrektem Service und unvergesslicher Gastfreundschaft. Behandelt Beobachtung, Timing, Körpersprache, persönliche Aufmerksamkeiten und den diskreten Luxus, einen Schritt voraus zu sein.

 

2.  A Complaint Is a Gift: Service Recovery That Builds Loyalty

DE:  Eine Beschwerde ist ein Geschenk: Beschwerdemanagement, das Loyalität schafft

Format: Group training / workshop

Audience / Zielgruppe: All guest-facing staff and supervisors

Suggested duration / Dauer: 1 day

EN — A practical service-recovery method that turns complaints into loyalty. Participants learn the steps of acknowledging, empowering front-line decisions, recovering gracefully under pressure and following up — with role-plays drawn from real hotel, restaurant and cruise situations.

DE — Eine praxisnahe Service-Recovery-Methode, die Beschwerden in Loyalität verwandelt. Die Teilnehmer lernen die Schritte des Anerkennens, der Entscheidungskompetenz an der Front, des souveränen Reagierens unter Druck und der Nachbetreuung — mit Rollenspielen aus realen Hotel-, Restaurant- und Kreuzfahrtsituationen.

 

3.  Emotional Intelligence at the Front Line

DE:  Emotionale Intelligenz an der Service-Front

Format: Workshop

Audience / Zielgruppe: Front desk, concierge, F&B and guest-relations teams

Suggested duration / Dauer: 1 day

EN — The most in-demand hospitality skill of 2026. Staff develop self-awareness, empathy and emotional self-control to handle demanding guests, cultural differences and high-pressure moments while protecting their own wellbeing and that of the team.

DE — Die gefragteste Hospitality-Kompetenz 2026. Die Mitarbeiter entwickeln Selbstwahrnehmung, Empathie und emotionale Selbststeuerung, um anspruchsvolle Gäste, kulturelle Unterschiede und Drucksituationen zu meistern — und dabei das eigene Wohlbefinden und das des Teams zu schützen.

 

4.  The Cultural Code of the Guest: Serving an International Audience

DE:  Der kulturelle Code des Gastes: Internationale Gäste souverän bedienen

Format: Group training

Audience / Zielgruppe: Hotel, cruise and catering teams serving international guests

Suggested duration / Dauer: 1 day

EN — How guest expectations differ across cultures — greeting, dining, personal space, hierarchy and complaint behaviour — and how to adapt service without stereotyping. Built on the trainer’s experience across Asia, Europe, Canada and Russia.

DE — Wie sich Gästeerwartungen je nach Kultur unterscheiden — Begrüßung, Essen, Distanz, Hierarchie und Beschwerdeverhalten — und wie man den Service anpasst, ohne zu stereotypisieren. Basierend auf der Erfahrung des Trainers in Asien, Europa, Kanada und Russland.

 

5.  The Silent Signals: Body Language & Non-Verbal Service

DE:  Stille Signale: Körpersprache und nonverbaler Service

Format: Workshop

Audience / Zielgruppe: All guest-facing staff

Suggested duration / Dauer: Half day – 1 day

EN — Posture, distance, eye contact, gesture and grooming — the signals staff send before they speak. Participants learn to project warmth, competence and discretion, and to read the unspoken signals of guests.

DE — Haltung, Distanz, Blickkontakt, Gestik und Erscheinungsbild — die Signale, die Mitarbeiter senden, bevor sie sprechen. Die Teilnehmer lernen, Wärme, Kompetenz und Diskretion auszustrahlen und die unausgesprochenen Signale der Gäste zu lesen.

 

II. Management & Leadership Trainings

II. Management- und Führungstrainings

6.  From Colleague to Leader: First-Time Hospitality Supervisors

DE:  Vom Kollegen zur Führungskraft: Erstmalige Vorgesetzte in der Hotellerie

Format: Group training + coaching

Audience / Zielgruppe: Newly promoted supervisors and team leaders

Suggested duration / Dauer: 2 days

EN — Equips newly promoted supervisors with the essentials: delegation, giving feedback, leading former peers, handling conflict and basic financial literacy (cost, labour, upselling). Practical, hands-on and scenario-based.

DE — Rüstet frisch beförderte Vorgesetzte mit dem Wesentlichen aus: Delegation, Feedback geben, ehemalige Kollegen führen, Konflikte lösen und betriebswirtschaftliche Grundlagen (Kosten, Personal, Upselling). Praxisnah und szenariobasiert.

 

7.  Keeping Your Best People: Staff Retention & Engagement

DE:  Die Besten halten: Mitarbeiterbindung und Engagement

Format: Management workshop

Audience / Zielgruppe: Department heads, GMs, HR and owners

Suggested duration / Dauer: 1 day

EN — Addresses the industry’s biggest challenge — turnover and ‘quiet quitting’. Managers learn to spot early disengagement, build motivation beyond pay, design recognition that works and create schedules and cultures that keep good people.

DE — Behandelt die größte Herausforderung der Branche — Fluktuation und „stille Kündigung“. Führungskräfte lernen, frühe Demotivation zu erkennen, Motivation jenseits der Bezahlung aufzubauen, wirksame Anerkennung zu gestalten und eine Kultur zu schaffen, die gute Mitarbeiter hält.

 

8.  Leading Across Generations & Ages in Hospitality

DE:  Führen über Generationen und Altersgruppen hinweg in der Hotellerie

Format: Management workshop

Audience / Zielgruppe: Managers, HR, owners

Suggested duration / Dauer: Half day – 1 day

EN — How to lead teams that span four generations and to value experienced staff over 60 as an asset, not a liability. Covers communication styles, mentoring pairings, knowledge transfer and fair, age-inclusive recruitment.

DE — Wie man Teams führt, die vier Generationen umfassen, und erfahrene Mitarbeiter über 60 als Gewinn statt als Last schätzt. Behandelt Kommunikationsstile, Mentoring-Tandems, Wissenstransfer und faires, altersinklusives Recruiting.

 

9.  Hire for Character, Train for Skill: Recruiting & Onboarding

DE:  Charakter einstellen, Fähigkeiten schulen: Recruiting und Onboarding

Format: Management training

Audience / Zielgruppe: GMs, HR, department heads

Suggested duration / Dauer: 1 day

EN — Why attitude beats experience in service roles, and how to interview for it. Covers structured interviewing, trial shifts, red flags, and an onboarding programme that makes new hires productive and loyal in their first 90 days.

DE — Warum Haltung in Servicerollen wichtiger ist als Erfahrung — und wie man gezielt danach auswählt. Behandelt strukturierte Interviews, Probearbeit, Warnsignale und ein Onboarding-Programm, das neue Mitarbeiter in den ersten 90 Tagen produktiv und loyal macht.

 

III. Specialised & Niche Programmes

III. Spezial- und Nischenprogramme

10.  Pre-Opening Excellence: From Empty Building to Full House

DE:  Pre-Opening-Exzellenz: Vom leeren Gebäude zum vollen Haus

Format: Consulting-led training / coaching

Audience / Zielgruppe: Pre-opening teams of new hotels, resorts and cruise ships

Suggested duration / Dauer: Tailored programme

EN — A rare, field-tested programme for opening teams. Covers the critical-path timeline, SOP development, recruitment and training waves, supplier set-up, mock services and the first guest-ready inspection — drawn from numerous hotel, club and cruise-ship openings.

DE — Ein seltenes, praxiserprobtes Programm für Eröffnungsteams. Behandelt den kritischen Zeitplan, SOP-Entwicklung, Recruiting- und Trainingswellen, Lieferantenaufbau, Probeläufe und die erste gästebereite Abnahme — aus zahlreichen Hotel-, Club- und Kreuzfahrtschiff-Eröffnungen.

 

11.  Hospitality at Sea: Hotel Operations on Cruise & River Ships

DE:  Gastfreundschaft auf See: Hotelbetrieb auf Kreuzfahrt- und Flussschiffen

Format: Group training / career seminar

Audience / Zielgruppe: Crew, hotel departments on ships, and students considering a cruise career

Suggested duration / Dauer: 1–2 days

EN — The booming cruise sector explained from the inside: life and service standards on board, the rhythm of embarkation days, multicultural crews, confined-space teamwork, and why ships are an ideal fast-track career start in hospitality.

DE — Der boomende Kreuzfahrtsektor von innen erklärt: Leben und Servicestandards an Bord, der Rhythmus der Anlegetage, multikulturelle Crews, Teamarbeit auf engem Raum und warum Schiffe ein idealer Karriere-Schnellstart in der Hotellerie sind.

 

12.  Protecting the House: Loss Prevention & Hotel Security Awareness

DE:  Das Haus schützen: Schadenprävention und Sicherheitsbewusstsein im Hotel

Format: Group training

Audience / Zielgruppe: Management, front desk, housekeeping, F&B and security staff

Suggested duration / Dauer: Half day – 1 day

EN — Where losses really happen — guests, staff and weak systems — and how to build controls without creating a climate of distrust. Includes theft and fraud patterns, cash and inventory controls, data and cyber awareness, and the legally required basics of guest-safety vigilance.

DE — Wo Verluste wirklich entstehen — Gäste, Personal und schwache Systeme — und wie man Kontrollen aufbaut, ohne ein Klima des Misstrauens zu schaffen. Beinhaltet Diebstahl- und Betrugsmuster, Bargeld- und Inventarkontrollen, Daten- und Cyber-Bewusstsein sowie die rechtlich erforderlichen Grundlagen der Gästesicherheit.

 

13.  AI & Digital Tools for the Hospitality Floor

DE:  KI und digitale Werkzeuge für den Hospitality-Alltag

Format: Workshop

Audience / Zielgruppe: Staff and managers adopting PMS, POS and AI tools

Suggested duration / Dauer: Half day – 1 day

EN — A practical, non-technical workshop on where automation and AI genuinely help — check-in, personalisation, scheduling, guest messaging — and where the human touch must stay. Hands-on with the everyday digital tools staff now need to master.

DE — Ein praxisnaher, nicht-technischer Workshop darüber, wo Automatisierung und KI wirklich helfen — Check-in, Personalisierung, Dienstplanung, Gästekommunikation — und wo die menschliche Note bleiben muss. Praktische Übungen mit den digitalen Alltagswerkzeugen, die das Personal heute beherrschen muss.

 

IV. Lectures & Keynotes (Universities, Schools, Conferences)

IV. Vorträge & Keynotes (Universitäten, Schulen, Konferenzen)

14.  It´s Just Hotel Service? The Real Economics of Hospitality

DE:  Nur Hotelservice? Die wahre Ökonomie der Gastfreundschaft

Format: Keynote lecture

Audience / Zielgruppe: University and school students, industry conferences

Suggested duration / Dauer: 60–90 min

EN — An engaging keynote on why service is the true product of the hospitality industry and how small human moments translate into loyalty, reviews and revenue. Rich with real stories from hotels, clubs and cruise ships across the world.

DE — Eine fesselnde Keynote darüber, warum Service das eigentliche Produkt der Hotellerie ist und wie kleine menschliche Momente in Loyalität, Bewertungen und Umsatz umschlagen. Reich an echten Geschichten aus Hotels, Clubs und Kreuzfahrtschiffen weltweit.

 

15.  Careers Without Borders: Building an International Hospitality Career

DE:  Karriere ohne Grenzen: Eine internationale Hospitality-Laufbahn aufbauen

Format: Lecture / career talk

Audience / Zielgruppe: Hospitality and tourism students, graduates

Suggested duration / Dauer: 60–90 min

EN — A motivating, practical talk for students: how to build an international career across hotels, resorts and cruise lines, what employers really look for, how to use internships and sponsorships (e.g. the Humboldt Foundation), and how to stand out in a global market.

DE — Ein motivierender, praxisnaher Vortrag für Studierende: wie man eine internationale Karriere über Hotels, Resorts und Kreuzfahrtlinien aufbaut, worauf Arbeitgeber wirklich achten, wie man Praktika und Förderungen (z. B. die Humboldt-Stiftung) nutzt und wie man sich auf einem globalen Markt abhebt.

 

16.  The Future of Service: AI, Robots and the Irreplaceable Human

DE:  Die Zukunft des Service: KI, Roboter und der unersetzliche Mensch

Format: Keynote lecture

Audience / Zielgruppe: Universities, industry conferences, leadership audiences

Suggested duration / Dauer: 60–90 min

EN — A forward-looking keynote on how AI and automation are reshaping hospitality — and why the human element becomes more valuable, not less. Separates hype from reality and shows where future professionals should invest their skills.

DE — Eine zukunftsgerichtete Keynote darüber, wie KI und Automatisierung die Hotellerie verändern — und warum das Menschliche wertvoller wird, nicht weniger wert. Trennt Hype von Realität und zeigt, in welche Kompetenzen künftige Fachkräfte investieren sollten.

 

17.  Educating for Hospitality in Times of Crisis

DE:  Bildung für Tourismus und Hotellerie in Krisenzeiten

Format: Academic lecture / panel

Audience / Zielgruppe: Universities, faculty, tourism & hospitality programmes

Suggested duration / Dauer: 60–90 min

EN — An academic lecture on how hospitality and tourism education must adapt to crises — pandemics, labour shortages, geopolitical shifts — bridging classroom and industry. Suitable as a stand-alone lecture or a conference panel contribution.

DE — Ein akademischer Vortrag darüber, wie sich die Tourismus- und Hospitality-Ausbildung an Krisen anpassen muss — Pandemien, Arbeitskräftemangel, geopolitische Verschiebungen — und Hörsaal und Praxis verbindet. Geeignet als eigenständiger Vortrag oder Konferenz-Panelbeitrag.

 

Formats & next steps / Formate & nächste Schritte

EN — Every programme is available as a tailored group training, workshop, one-on-one coaching or keynote lecture, on-site or online, in English or German. Contact us via hotelservicemore.com for a free evaluation and a proposal matched to your team, property or institution.

DE — Jedes Programm ist als maßgeschneidertes Gruppentraining, Workshop, Eins-zu-eins-Coaching oder Keynote-Vortrag verfügbar — vor Ort oder online, auf Englisch oder Deutsch. Kontaktieren Sie uns über hotelservicemore.com (stephanbusch@hotmail.com)für eine kostenlose Bewertung und ein auf Ihr Team, Ihr Haus oder Ihre Institution zugeschnittenes Angebot.

bottom of page