Her mit dem Trinkgeld!

Zahlen mit Karte wird auch in Europa im beliebter und immer selbstverständlicher. Unterstützt natürlich von staatlicher Seite da jeder Barzahlung schon den Verdacht der Steuerhinterziehung anhängt. Es tut dem Kunden auch weniger weh - es macht einmal piep und das Geld ist weg. Nicht die Geldbörse suchen - Scheine zählen und am Ende sehen wie wenig übrig ist. Trinkgeld wird auch immer öfter per Karte bezahlt. Die meisten Restaurants, Cafes und Bars schlagen schon 5% - 10% oder mehr vor - man muss wieder nur klicken - wieder nur ein Piep - und wieder ist das Geld weg. Verbraucherschützer bemängeln :”Beim Kartenzahlen werden Gäste lautVerbraucherschützern mit Tricks zu mehr Trinkgeld gedrängt”Newsdesk Heute
25.08.2026
Auch sind einige Geschäfte dazu übergegangen den Gäste zu erklären wie wenig ihr personal verdient und das Trinkgeld ihnen sehr helfen würde. Ich persönlich finde das schon unverschämt. Wenn man sein Personal nicht vernünftig bezahlen kann sollte man so ehrlich sein und die löhne anheben, Preise dann wahrscheinlich auch , aber nicht mit schlechten Löhnen die Gäste anbetteln. Das Trinkgeld per Karte bezahlt hilft die Trinkgelder zu steigern glaube ich schon. Aber in vielen Ländern ist Trinkgeld auch nur bis zu einer bestimmten Höhe steuerfrei. Also freut sich am Ende auch hier der Staat über Bargeldlose Zahlung. Das Argument wer es sich leisten kann. Essen zu gehen - kann. es sich auch leisten Trinkgeld zu geben ist auch eine Frechheit.
Wir müssen wieder da hinkommen das sich das arbeiten in Gastronomie und Hotellerie für die Angestellten lohnt. Hier ist der Staat gefragt und das abwälzen auf die letzten Kunden die uns noch bleiben ist alles andere als hilfreich. Auch diese werden dann bald wegbleiben. Wer es sich leisten kann essen zu gehen kann es sich auch leisten irgendwohin zu gehen , sein Geld aus zugeben ohne belehrt oder beschimpft zu werden.
Das jetzt auch noch Roboter nach Trinkgeld fragen lässt einen wundern wie weit es wohl n”och gehen wird . Hier ein Ausschnitt aus einem Kommentar von Thomas Germain: Ich tippte auf dem Bildschirm auf „Margarita“ und sah zu, wie die Maschine ruckartig zum Leben erwachte. Sie mischte Tequila mit Limette und Triple Sec, drehte sich für den Showeffekt unnötig oft im Kreis und verneigte sich, als sie das Glas servierte. Vor 20 Jahren hätte mich das vielleicht begeistert. Heute wirkt es fast wie ein Klischee.
Der Drink kostete 17 Dollar (12,55 Pfund), doch es kam noch etwas hinzu: eine „Servicegebühr“ von 10 %. „Tipsy“ wollte ein Trinkgeld.
Das war nicht das erste Mal, dass ich so etwas erlebte. Ein ähnlicher Roboter-Barista hatte mich bei Artly Coffee in New York ebenfalls um Trinkgeld gebeten. Am Newark Liberty International Airport schlug ein Selbstbedienungsautomat an einem unbesetzten Kiosk ein Trinkgeld für eine Flasche Wasser vor. Am anderen Ende des Landes, in Portland (Oregon), nahm zwar ein Mensch im Restaurant „Top Burmese“ meine Bestellung auf, doch das Essen wurde von einem Servierroboter an den Tisch gebracht.”
Versuchen kann man es ja aber da ist mir schon lieber einem Menschen etwas extra zu geben der guten , freundlichen service bietet und nicht einer Maschine.
Das Menschliche sollte das wichtige sein. Ich kann mich noch gut an ein 5 Sterne Hotel erinnern indem Jedes Jahr zu Weihnachten viele Stammgäste Weihnachtskarten an die Kellner schickten was eine nette Geste war. Trinkgeld gaben diese Gäste über das Jahr hinweg genug aber diese kleine Karte war das gewisse extra. Einer alten Kellner machte sich immer die Mühe den Umschlag vorsichtig zu öffnen, eine 100er note hinein zutun und ihn wieder zu schliessen um ihn dann genussvoll vor den Kollegen wieder auf zu machen die dann in ihren leeren Umschlag guckten. Ein bisschen Mühe sorgte dann wenigstens auch noch für Unterhaltung.
Trinkgeld ist wichtig in der Gastronomie und Hotellerie. Wir können uns sicher sein das viel mehr Menschen gerne öfter essen gehen möchten, auch mehr Geld dafür ausgeben möchten und sicher auch viel Trinkgeld geben möchten. Nur eine starke Wirtschaft, ein gutes Einkommen in allen Schichten wird das möglich machen. Uns in der Hotellerie macht es zufrieden wenn unser Personal viel Trinkgeld bekommt und auch der Gast der gibt fühlt sich besser je mehr er geben kann. Zwingen können und sollten wir den Gast nicht. Weder mit vorgedrucktem noch mit anderen Tricks.

Stephan Busch verfügt über eine unschätzbare und vielfältige Erfahrung in der Hotellerie, die von Führungspositionen bei den renommiertesten Hotel- und Resortunternehmen bis zur Projektentwicklung - Inbetriebnahme, Geschäftsentwicklung - für Hotel- und Kreuzfahrtunternehmen in Asien, Europa, Kanada und Russland reicht .
Seine Expertise umfasst nicht nur die Planung, Eröffnung und den Betrieb von Hotels, internationalen Golfclubs, Flughäfen, Resorts und Kreuzfahrtschiffen, sondern auch die erfolgreiche Umstrukturierung und Neupositionierung von Unternehmen während der Finanzkrise in Asien.
Stephan Busch erwarb sein Master-Zertifikat in Hospitality Management an der Cornell University, USA und war viele Jahre Akademischer Direktor / Fakultät für Hospitality & Tourismus an der Staatlichen Universität für Geisteswissenschaften der RGGU sowie an der Internationalen Schweizer Universität, St. Petersburg / Luzern







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